Leiterinnen der Familienzentren zu Gast bei der Arbeitsagentur Gronau

Der Wunsch vieler Frauen nach der Familienphase wieder im Beruf Fuß zu fassen trifft sich angesichts des demographischen Wandels mit den Interessen der Wirtschaft. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind auf qualifizierte Wiedereinsteigerinnen als Mitarbeiterinnen angewiesen.

Ist der Entschluss zur Berufsrückkehr erst einmal gefasst, verlangt es, sich systematisch und zielgerichtet vorzubereiten. Wie das geht und wie man Berufsrückkehrer/innen dabei am besten hilft, erfuhren die Leiterinnen der Kindertageseinrichtungen aus Gronau in der Arbeitsagentur.
Der Geschäftsstellenleiter der Agentur Gronau, Herr Berges, betonte wie wichtig ein stetiger Austausch mit allen Beteiligten und Multiplikatoren am Arbeitsmarkt sei. Die Leiterinnen hörten aus erster Hand, welche Entwicklungen es auf dem Arbeitsmarkt im Raum Gronau aktuell gibt. Wie sieht der Arbeitsmarkt aus? Welche Hilfen bieten die Agentur für Arbeit und wie kann man Frauen beim Wiedereinstieg unterstützen?

„Beim Thema Fachkräftebedarf gibt es viele Handlungsfelder, die beachtet und verbessert werden müssen, um den Herausforderungen der Zukunft mit Zuversicht begegnen zu können, so Berges. Die individuellen Möglichkeiten und Wünsche der Einzelnen in Übereinstimmung mit den Bedingungen der Arbeitsangebote zu bringen, erscheint oft im ersten Moment schwierig, lässt aber bei Offenheit beider Seiten und entsprechender Beratung erstaunlich flexible Lösungen zu.

Die Agentur für Arbeit Coesfeld stellt sich diesen Herausforderungen

Das Potential von Berufsrückkehrer/innen für den Arbeitsmarkt nicht zu nutzen, hält die Beauftragte für Chancengleichheit, Karin Hartmann, für fahrlässig. So berät sie mittlerweile viele Kindertageseinrichtungen und Familienzentren. Sie bietet für wiedereinsteigewillige Mütter und Väter regelmäßig Informationsveranstaltungen rund um das Thema „Tipps zur erfolgreichen Jobsuche“ direkt in den Kindertageseinrichtungen an. „Diese 'Stille Reserve' wieder für den Arbeitsmarkt zu gewinnen, betrachte ich im Moment als eine meiner wichtigsten Aufgaben“, so Hartmann. „Vielleicht sind die Kenntnisse früherer Beschäftigungen nicht mehr unbedingt aktuell, aber es besteht immer die Möglichkeit sich zu qualifizieren.“

Die Gesprächspartner/innen waren sich einig, dass viele Hebel zu bewegen sind, um die Bedarfe der Zukunft zu decken und es dabei immer wichtiger wird, auch das Arbeitskräftepotential von Frauen zu nutzen.