Neue Wege NRW - Innovative Ideen und praktikable Konzepte zum Wiedereinstieg ins Berufsleben

„Warum sollte ich mir Gedanken über einen beruflichen Wiedereinstieg machen?“ „An wen muss ich mich wenden?“ „Welche Weiterbildungsmöglichkeiten habe ich?“ Auf solche Fragen sollen die im Projekt „Neue Wege NRW“ geplanten Veranstaltungen zur beruflichen Orientierung in Familienzentren Antworten geben. Referent/innen aus Jobcentern, Arbeitsagenturen und anderen Institutionen führen in Zusammenarbeit mit den Familienzentren Veranstaltungen für (Wieder-)Einsteiger/innen in den Beruf durch.

Familienzentren bieten Veranstaltungen zur beruflichen Orientierung an

Projektteilnehmende aus Düsseldorf, Gelsenkirchen, Hamm, dem Kreis Borken, dem Rhein-Erft-Kreis und der StädteRegion Aachen trafen sich am 16.11.2011 im Wissenschaftspark in Gelsenkirchen um Veranstaltungskonzepte für Familienzentren zu entwickeln. Mit viel Kreativität und durch intensive Zusammenarbeit entstanden Konzepte für Themenveranstaltungen oder für die Einbindung des Themas in Elterncafés. Die inhaltlichen Schwerpunkte hängen von den Zielgruppen ab: In einigen Familienzentren geht es in erster Linie um Sensibilisierung und Aktivierung. In anderen Fällen steht der Informationsbedarf, z. B. zur Situation auf dem regionalen Arbeitsmarkt, zu Berufschancen, Ansprechpartner/innen für Fragen der Qualifizierung und der Arbeitsvermittlung im Vordergrund.

Viel Spaß bei der kreativen und neuen Zusammenarbeit

„Ich habe Vorfahrt“

In vier Arbeitsgruppen entwickelten Fachkräfte aus Jugendämtern, Jobcentern, Arbeitsagenturen und Familienzentren anhand von Leitfragen jeweils einen Veranstaltungsprototyp. Eines der so entstandenen neuen Konzepte ist der Kurs „Neue Wege“. In vier Modulen und einem Nachtreffen werden die Teilnehmenden durch „Ich habe Vorfahrt“, „TÜV“, „Routenplanung“, „Etappenziel“ und „Nachtanken“ zum beruflichen (Wieder-)Einstieg geleitet. Hier stehen unter anderem Kompetenzcheck, Erwartungen, Visionen und erste Schritte im Vordergrund. Am Ende wird ein Zertifikat zur bestandenen „Fahrprüfung“ ausgehändigt.

„Die Ergebnisse können sich sehen lassen“, resümierten einstimmig die Projektleiterinnen Sybille Stöbe-Blossey und Hilde Mußinghoff. Die Prototypen werden nun den regionalen Besonderheiten und Bedarfen angepasst. Ab Anfang 2012 stehen die Veranstaltungen des von innovaBest und IAQ der Universität Duisburg-Essen geleiteten Projekts „Neue Wege NRW“ in den beteiligten Familienzentren zur Verfügung.

Silke Reuter