Erste Runde der Kooperativen Fortbildungen ist abgeschlossen

Von Juli bis September 2011 trafen sich die Projektbeteiligten an den sechs Standorten des Innovationsprojekts „Neue Wege NRW“ zu einem gemeinsamen Basis-Modul „Kooperative Fortbildung“.

Engagierte Akteure vor Ort

In Gelsenkirchen, dem Rhein-Erft-Kreis, dem Landkreis Borken, in Hamm, Düsseldorf und in der StädteRegion Aachen kamen Leitungs- und Fachkräfte aus Familienzentren, Jugendämtern, Jobcentern und Arbeitsagenturen zusammen, um sich über die Arbeitsbereiche der jeweils „anderen Seite“ zu informieren und auszutauschen. Beteiligt waren auch die kommunalen Gleichstellungsbeauftragen sowie an zwei Standorten Vertreterinnen von Bildungseinrichtungen, die dort direkt in das Projekt eingebunden sind. Ziel dieses Basis-Moduls sind der Aufbau von Orientierungswissen als Grundlage für das vernetzte Handeln und der Aufbau oder auch die Optimierung der Kooperationsbasis zwischen den Akteuren.

Die Fortbildung gliederte sich in zwei Teile. Zunächst wurden in einem Input und einer moderierten Gesprächsrunde die Institutionen vorgestellt und die Möglichkeiten und Grenzen der eigenen Arbeit aufgezeigt. Danach erarbeiteten die Teilnehmenden in einem Workshop anhand von Fallbeispielen aus der Praxis Möglichkeiten zur Verbesserung der Zusammenarbeit und Erhöhung der Arbeitseffizienz.

Durchweg positive Bilanz

Zwischen 15 und 25 Personen haben an den unterschiedlichen Standorten teilgenommen. Den Vorträgen der einzelnen Institutionen wurde eine hohe Bedeutung zugemessen. Nicht selten kam der Ausspruch „Das haben wir ja gar nicht gewusst!“ Entsprechend gezielt erfolgten weitere Fragen und ein intensiver Meinungsaustausch. Bei der Bearbeitung der Fallbeispiele wurden auch die unterschiedlichen Zielsetzungen der Institutionen deutlich - Kindeswohl auf der einen oder Arbeitsmarktintegration auf der anderen Seite. Je nach den Rahmenbedingungen vor Ort gab es unterschiedliche Lösungsansätze und an allen Standorten bereits konkrete Ergebnisse zur Umsetzung der weiteren Kooperation.

Hilde Mußinghoff und Silke Reuter